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Der Routenverlauf ist unschwierig zu finden: Von der Gaststätte ein kurzes Stück auf dem Rheinhöhenweg (Markierung: weißes R), dann zweigt rechts im spitzen Winkel ein Weg ab, auf dem es durch niederen Mischwald bergan geht. Bei der Wegegabel rechts weiter. Rechts zwischen den Bäumen durch sieht man hinunter auf den Löwenburger Hof und hinüber zur Hütte am Trenkeberg des Lohrberges. Weiter oben erwartet uns ein Blick zum Drachenfels und auf den Petersberg. Etwas später biegen wir scharf links um, passieren einen weiteren Aussichtspunkt (Rastbank) und kommen kurz danach an den ersten Mauerresten der einstigen Löwenburg vorbei.
Auch die Löwenburg ist eine vulkanische Kuppe. Ihre Nord- und Osthänge, früher ein stattlicher Buchenbestand, wurden 1953 von einem Orkan heimgesucht, so daß dort nur niederer Laubwald steht. Um 1100 wurde mit dem Bau einer Burg begonnen, von der nur noch vereinzelte Mauerreste übriggeblieben sind, denn sie war seit dem 16. Jahrhundert dem Verfall preisgegeben. Ihre ersten Besitzer waren die Grafen von Sayn. Später gehörte die Anlage den Herren von Löwenburg. Beim Abstieg gehen wir ein Stück auf dem Herweg zurück, dann aber nicht rechts (zum Löwenburger Hof), sondern links halten und auf einem genußvollen Weg hinunter zum Löwenburg-Ringweg, dem wir rechts folgen und einen herrlichen Blick auf das Rheintal genießen, bevor uns der Wald aufnimmt. Es geht nun stetig abwärts, anfangs in der Südseite, dann in der Westseite der Löwenburg, bis wir nach 1/4 Stunde auf einen breiten Querweg stoßen. Mit ihm rechts in etwa 10 Minuten zurück zum Löwenburger Hof: Weglänge 3 km. Bemerkungen: Wer auf den Löwenburg-Rundweg verzichtet, kann vom Gipfel direkt absteigen: Von der Aussichtsplattform über die Steinstufen abwärts, gerade weiter an efeuumranktem, altem Mauerwerk vorbei und auf einem Pfad zu einer Felskanzel (Tiefblick). Weiter auf dem schmalen Pfad ziemlich steil im Osthang der Löwenburg hinunter zum Aufstiegsweg und zum nahen Löwenburger Hof. *Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung derStadtforum Bad Honnef GmbH RegionalwanderungWandertour „Wandern von Bad Honnef nach Beuel“ (24km)FernwanderwegeAuch Fernwanderwege führen am Löwenburger Hof vorbei, so zum Beispiel der rechtsrheinische Rheinhöhenweg (hier nähere Infos). Er ist auf den Wanderwegen deutlich durch ein R gekennzeichnet. Bis 2005 ist der Ausbau eines Fernwanderwegs von Bonn nach Wiesbaden geplant, der den Namen Rheinsteig tragen wird. Dazu der Generalanzeiger Bonn am 10.03.2003:Des Wanderers Lust führt über den RheinsteigVom Bonner Hofgarten geht es ins Siebengebirge und über Erpeler Ley und Loreley auf den Neroberg
Der Wanderweg führt unter anderem durch das reizvolle Kasbachtal. Der neue Wanderweg wird auf 300 Kilometern durch Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen führen. Posch räumte selbstkritisch ein, dass man zu lange zu kleinteilig gedacht habe. Man müsse an größere Begriffe anknüpfen - wie eben den Rhein - um für heimatlichen Tourismus zu werben. Schartau, durch dessen Land nur 30 Kilometer des Weges verlaufen – in Rheinland-Pfalz sind es 180 und in Hessen 90 Kilometer – lobte vor allem die Wahl Bonns, das sich hervorragend als Start und Ziel eigne. Es sei eine "herausragende wirtschaftliche Aufgabe, so etwas schönes, reizvolles und herausforderndes zu konzipieren". Achim Schlömer, stellvertretender Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz-Tourismus-GmbH, moderierte die Konferenz auf dem Messestand und steuerte einige Fakten bei. Im Lauf des Jahres werde man mit den Kommunen entlang des Weges Fragen der Finanzierung und Details, wie etwa Wegerechte, besprechen. 2004 solle die Vermarktung des Rheinsteigs beginnen. Gefragt, wie es mit dem Geld für den Wanderweg aussehe, antwortete Bauckhage diplomatisch: "Wir drei würden nicht hier stehen, wenn das nicht finanzierbar wäre." Rainer Brämer, er leitet an der Universität Marburg die Forschungsgruppe Wandern, hat den Rheinsteig konzipiert. Seine Route soll auch erfahrene Wanderer anspruchsvoll fordern und gleichzeitig an den schönsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten entlang führen. Seine Strecke verläuft vom Bonner Hofgarten durch die Rheinaue, das Siebengebirge mit Petersberg, Drachenfels und Löwenburg. In Rheinland-Pfalz liegen solche Schätze wie Erpel mit der Ley, Linz, Ehrenbreitstein, die Burgen Maus und Katz sowie die Loreley und in Hessen Sehenswürdigkeiten wie der Mäuseturm, die Benediktiner Abtei Sankt Hildegard, die Ruine Scharfenstein und vieles mehr am Wegesrand. Endstation ist der Neroberg in Wiesbaden. Welche kulinarischen Köstlichkeiten und welchen Wein die gewachsene Traditionsgastronomie in den hübschen Städtchen am Weg zu bieten hat, ist weltweit bekannt. Pluspunkte sind zudem die guten Verkehrsanbindungen und der leicht erreichbare Rheinburgenwanderweg zwischen Koblenz und Bingen am gegenüberliegenden Rheinufer. Brämer denkt auch an eine Verbindung von Rheinsteig, Rothaarsteig und dem thüringischen Rennsteig zu einem "Spitzentrio" und ist sicher: Der Rheinsteig hat das Zeug zu einem "Wandertrail von Weltrang". Eine solche "Konzentration an Kultur- und Naturattraktionen" habe kaum ein anderer Weg zu bieten. Auch Brämer sieht das wirtschaftliche Potenzial des Weges. Zwölf Milliarden Euro stark sei der Wandermarkt, auf dem sich Reiseveranstalter und Wanderausstatter tummelten. Wandern - oder moderner Trekking - ist in: Die Leidenschaft auf Schusters Rappen ist bei weitem nicht nur etwas für Heimatfreunde älteren Semesters, sondern durchaus auch für junge Leute. Alle sind nach Bremers Erkenntnissen keine Billigurlauber, sondern anspruchsvolle und durchaus konsumfreudige Touristen. Wenig Verständnis hat er dafür, dass der Rhein mit seinem enormen Potenzial so lange nicht im Zusammenhang gesehen und entsprechend genutzt wurde. Nur zu einem Fünftel der Strecke läuft der Rheinsteig auf dem Pfad des Rheinhöhenwegs. Viel öfter berührt er historische Monumente und führt hinauf zu Burgen und Felsgipfeln. Abenteuerliche "Wald- und Felspfade sollen das Wanderherz höher schlagen lassen". Brämer denkt aber noch weiter, denn einen Mangel habe der Rheinsteig. Mit seinen 300 Kilometern sei er nach internationalen Maßstäben recht kurz, 1.000 Kilometer lange Strecken seien keine Seltenheit. Bis zur Quelle des Rheins könne man den Rheinsteig fortsetzen, dann wäre er nicht nur ein bundesländerübergreifendes Element, sondern gar international. In die Schweiz ginge es dann durch den Odenwald und weiter durch den Schwarzwald. Text: Andreas Helfer |
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